Kreistagsliste ist nominiert

Das Team, das in den Kreistag zieht.
Wolfgang Schwarm

15. November 2019

SPD zieht mit Quadriga in den Kreistagswahlkampf.

Mit einem Spitzen-Vierer-Team, einer Quadriga, zieht die SPD im Nürnberger Land in den Kreistagswahlkampf. Bei der Kreistagsnominierungsveranstaltung im mit Delegierten, Kandidierenden und Gästen voll besetzten „Hupfer-Saal“ in Offenhausen stellten Andrea Lipka, Alexander Horlamus, Martina Baumann und Jan Plobner ihre Schwerpunkte für das Nürnberger Land vor.

Alexander Horlamus, Kreistagsfraktionsvorsitzender berichtete aus der vergangenen SPD Kreistagsarbeit. Ob Senkung der Müllgebühren, das Starkmachen für sozial gebundene Wohnungen oder günstigeren und besseren ÖPNV – die SPD hat zahlreiche wichtige Anträge zum Wohle des Nürnberger Landes eingebracht und mit umgesetzt. „Wir benötigen eine Brandmauer nach Rechts“ und „Jede Stimme für die SPD ist eine gegen Rechts“ betonte er im weiteren Verlauf seiner Vorstellung wie wichtig es gerade jetzt ist, sich für unsere Demokratie einzusetzen. Horlamus bedankte sich auch bei den langjährigen Kreisräten, die nun nicht mehr antreten werden. Andrea Lipka, stellvertretende Kreistagsfraktionsvorsitzende und letztjährige Landtagskandidatin, wird die Liste anführen, jedoch nicht für das Amt des Landrats kandidieren, „weil ich es mir als Selbständige nicht erneut leisten kann“, so Lipka, die es im Kreistag geschafft hat, alle Kulturschaffenden an einen Tisch zu bringen und den Kulturverbund zu gründen. Sie appellierte an alle, selbstbewusst in den Wahlkampf zu gehen.

„Ich bin Rot und ich bin es gern“, so Lipka. „Lasst uns nie vergessen, was die Sozialdemokratie für uns alle erreicht hat, beispielsweise die Einführung des Mindestlohns. Wir müssen nicht verschämt auf die Schuhspitzen schauen, sondern weiter ackern für die, die sich nach sozialer Gerechtigkeit sehnen, auch auf der Ebene der Kreispolitik.“

Martina Baumann, Bürgermeisterin von Neunkirchen und Unterbezirksvorsitzende hatte die Nominierungsveranstaltung eröffnet und um das Engagement jedes einzelnen gebeten, um wieder eine starke sozialdemokratische Fraktion im Kreistag zu haben, die sich für die Belange der Menschen auf Augenhöhe einsetzt.

Jan Plobner, Ortsvereinsvorsitzender in Altdorf und stellvertretender Juso Vorsitzender warb leidenschaftlich dafür, dass „von der Kommunalpolitik aus Visionen für die nächsten 50 Jahre ausgehen müssen“ und es „um Umweltschutz, besseren ÖPNV, bezahlbare Wohnungen, eine bessere Infrastruktur und Versorgung inklusive Ärzte, Krankenhäuser, Läden, Gasthäuser auf dem Land“ gehe. Er möchte insbesondere junge Menschen und Frauen noch stärker in die Politik einbeziehen und sich mit aller Kraft dieser kommunalpolitischen Aufgabe widmen. Danach wurde es formal.

Der Versammlungsleiter Ernst Bergmann fest, dass von 73 Delegierten 68 anwesend und die Versammlung daher beschlussfähig war. Die Wahl der 70 Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte teils offen per Stimmzettelzeichen, bei den drei Listenplätzen mit Gegenkandidaturen in geheimer Abstimmung. Am Ende wurde die Liste mit den 70 Kandidatinnen und Kandidaten in geheimer Wahl bei nur einer Neinstimme mit überwältigender Mehrheit bestätigt.

Nach dem Schlussfoto gab es noch gute Gespräche und einen Austausch der Ortsvereine zu Veranstaltungsideen und Terminen. Und wie Andrea Lipka mit einem Augenzwinkern bemerkte: „Ab jetzt ziehen wir alle an einem Strang und wenn möglich in dieselbe Richtung.

Teilen